Bohrung Hofwiese

Im Frühjahr 2016 hatten in Graben-Neudorf, Baden-Württemberg, die Arbeiten für die Bohrung „Hofwiese 1“ begonnen. Der Projektname deutet noch auf den ursprünglich angedachten Bohrplatz hin. Dieser war nach Rücksprache mit Anwohnern und Politik wegen seiner Ortsnähe aber verworfen worden und es wurde ein Standort im benachbarten Kammerforst gewählt. Durch die Lage des Bohrplatzes erfolgte die Zufahrt ausschließlich über die Bundesstraße B 35, eine Verkehrsbelastung von Graben-Neudorf wurde von Anfang an vermieden.

Die mit einer abgelenkten Bohrung erkundeten Bohrziele lagen bis zu 1.800 Meter unter dem Ortsteil Neudorf. Die Aufsuchungsbohrung konnte aber die Erwartung einer wirtschaftlich tragfähigen Erdölförderung nicht bestätigen. Nach Abschluss der vierwöchigen Bohrtätigkeit wurde der mobile Bohrturm Ende Juli 2016 wieder abtransportiert und die Bohrung eingeschlossen. Die Bohrung wurde Anfang 2017 verfüllt und vollständig rückgebaut, das Areal wurde rekultiviert. Im Frühjahr 2018 wird die Fläche durch den Landesforst Baden-Württemberg mit Eichenwald aufgeforstet werden.

Das zutage geförderte Bohrklein und die entsprechenden Bohrdaten werden vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau in Freiburg untersucht, bearbeitet und archiviert. Sie erweitern somit den geologischen Wissensschatz Baden-Württembergs.