Bohrung Schwarzbach

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Ende März 2015 ist Rhein Petroleum in Riedstadt-Goddelau zum Abschluss der Probebohrung „Schwarzbach 1“ auf Erdöl gestoßen. Das Ölfeld befindet sich in einer Tiefe von rund 1.700 Metern in den porösen Sandsteinen der Pechelbronner Schichten. Aus diesen Schichten wurden im benachbarten Stockstadt am Rhein bereits von 1952 bis 1994 über acht Millionen Barrel Öl gefördert.

Rhein Petroleum hatte am 31. Januar 2015 mit der Probebohrung südlich von Goddelau begonnen. Um das Bohrziel zu erreichen führte die Bohrung zunächst 350 Meter senkrecht nach unten und wurde danach in westliche Richtung abgelenkt.

Der Erdölfund in Riedstadt war für Rhein Petroleum ein wichtiger Meilenstein und das Ergebnis einer vierjährigen Arbeit. Das Unternehmen hatte zwischen Oktober 2011 und März 2012 auf einer Fläche von rund 245 Quadratkilometern mit seismischen Messungen den Untergrund im Hessischen Ried untersucht. Anhand der dadurch erstellten dreidimensionalen Karte der Untergrundstrukturen wurde unter anderem das nun fündige Bohrziel ausgemacht. Mit dem Fund in Goddelau wurde das geologische Modell von Rhein Petroleum erstmalig in der Praxis bestätigt.

Am 11. März 2016 hat die Anlage „Schwarzbach“ die Testförderung aufgenommen. Diese hat in den folgenden zwölf Monaten Aufschluss darüber gegeben, wie viel Erdöl sich im Untergrund befindet, und dass sich eine Förderung wirtschaftlich lohnt.

Aufgrund dieser Ergebnisse hat Rhein Petroleum die bergrechtliche Bewilligung und einen Betriebsplan zur Dauerförderung beantragt.