Bohrung Stockstadt

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Am 28. August 2013 wurde im Hessischen Ried eine alte Tradition wiederaufgenommen: Nach rund 20 Jahren wurde die Erdölsuche um und im Erdölfeld „Stockstadt“ wieder aufgenommen, wo bis 1994 Öl gefördert wurde. Dieser ersten Probebohrung gingen umfangreiche Vorarbeiten und eine groß angelegte seismische Messung über 245 Quadratkilometer im Hessischen Ried voraus. Vom Bohrplatz südlich der Gemeinde Riedstadt-Crumstadt erschloss die Bohrung „Stockstadt 2001“ die Pechelbronner Schichten in 1.600 Meter Tiefe.

Das Resultat bestätigte Rhein Petroleum: In den porösen Sandsteinen der Pechelbronner Schichten konnte das Vorkommen von Erdöl nachgewiesen werden. Um weitere Erkenntnisse zu erhalten, hat Rhein Petroleum vom selben Bohrplatz in Crumstadt aus unter dem Namen „Allmend 1“ Ende 2013 eine zweite Probebohrung niedergelassen. Diese hatte die weitere Umgebung des bekannten Altfeldes als Ziel.

Erste Produktivitätstests der beiden Bohrungen „Stockstadt 2001“ und „Allmend 1“ brachten nicht die erwartete Menge Erdöl. Daher ließ Rhein Petroleum unter Vorbehalt weiterer Arbeiten beide Bohrungen vorerst ruhen. Die Bohrungen sind sicher eingeschlossen und erlauben es, kurzfristig die Arbeiten wiederaufzunehmen.

Derzeit wird die Verfüllung der Bohrung "Stockstadt 2001" bei der Bergbehörde des Regierungspräsidiums Darmstadt beantragt. Unabhängig davon prüft Rhein Petroleum die Machbarkeit der Nachnutzung der Bohrung als Wärmequelle mittels einer tiefen Erdwärmesonde, z.B. für die landwirtschaftliche Nutzung im Gemüseanbau. Hierbei handelt es sich nicht um Tiefengeothermie zur Stromerzeugung.